Windnode

Den einen freut`s, den anderen stört’s – die zahlreichen Anlagen in unserer Umgebung, die aus Wind und Sonne umweltfreundlichen Strom erzeugen. Unsere Region ist schon heute der bundesweite Vorreiter für erneuerbare Energien – rund die Hälfte des Stromverbrauchs stammt hier bereits aus Wind, Sonne und anderen erneuerbaren Quellen. Weil Wind und Sonne sich nicht steuern lassen, wie konventionelle Kraftwerke, stellt der Transport des erzeugten Stromes die Netzbetreiber vor große Herausforderungen.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat mit dem Förderwettbewerb „Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende (SINTEG)“ einen bundesweiten Rahmen geschaffen, um beispielhafte Lösungen zu entwickeln.

Nach zweijähriger Vorbereitungszeit startete am 1. Dezember 2016 das Projekt WindNODE - die nordostdeutsche Modellregion für intelligente Energie. WindNODE als Verbundprojekt von SINTEG. Es umfasst alle sechs ostdeutschen Bundesländer inklusive Berlin und steht unter der Schirmherrschaft der sechs Regierungschefs. Rund 50 Verbundpartner werden insgesamt vier Jahre lang an gemeinsamen Lösungen arbeiten, um große Mengen erneuerbarer Energie möglichst effizient und intelligent in die Stromnetze zu integrieren.

Die Energiewende braucht digitale Lösungen, die standardisierte Schnittstellen in einem zunehmend dezentralisierten Energiesystem schaffen, Datenschutz und Datensicherheit gewährleisten und als „Schaltstelle der Digitalisierung“ wirken. Im WindNODE-Konzept bildet die digitale Vernetzungsplattform zukünftig eine Klammer, die Erzeuger und Nutzer, Stromnetz und Märkte verbindet und Flexibilitäten (z. B. verschiebbare industrielle Lasten, Power-to-Heat- und Kühlanlagen, Elektromobilität) optimal aufeinander abgestimmt zusammenwirken lassen.

Die Stadtwerke Frankfurt (Oder) sind Partner im WindNODE Projekt und stellen ihre Erfahrungen im Betrieb ihrer Erzeugungsanlagen und der grenzüberschreitenden Versorgung mit Fernwärme zur Verfügung. Im Projektzeitraum sollen IT-gestützte Lösungen entwickelt werden, die eine vollautomatisierte Steuerung aller erforderlichen Prozesse in den Erzeugungsanlagen, angepasst an die aktuelle Netzsituation, ermöglichen. Durch die Einspeisung von Wind- und Sonnenstrom ändern sich die Netzverhältnisse oft so schnell, eine manuelle Steuerung ist so kaum möglich. Zum Ende des Projektzeitraumes soll mit den entwickelten Lösungen eine optimale Fahrweise der Erzeugungsanlagen und somit die bestmögliche Nutzung der erneuerbaren Energien gewährleistet sein. Weitere Informationen finden Sie unter www.windnode.de.