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E-Lastenrad kostenfrei leihen – Erfahrungsbericht von Frankfurter

Veröffentlicht am 7. Juli 2021

Erfahrungsbericht: Mit Ben-O im Turbo durch FFO & Co

Von Matthias Lech

Während eines Kurzurlaubs in Kopenhagen hat mich ein Virus gepackt, aber nicht Corona, sondern das Radfahr-Virus. Abertausende von Blecheseln und darunter auch zahlreiche Lastenräder haben meine Sicht auf das kürzlich in FFO etablierte Angebot diametral geändert.
Wo ich bislang an dem Thema Lastenräder wenig Interesse gezeigt habe, kam durch den Urlaub eine alte Leidenschaft wieder zum Vorschein: das Radeln.

Registrierung & Abholung

Also spontan mal auf der Lastenrad-FFO.de-Seite registriert und kurze Hand später im noch leeren Buchungskalender einen Slot für das im Blok-O stationierte Lastenrad „Ben O“ ausgesucht und dabei gleich das maximale Zeitfenster von 72 Stunden gebucht, sprich von Freitag 9:00 Uhr bis Montag 9:00 Uhr, als Langzeittest sozusagen.
Schon am Tag vor Leihbeginn konnte ich mir im Blok-O ein Bild von dem Rad machen, wobei mir auffiel, dass kein Kindersitz an dem Fahrrad montiert war, da Ben-O als reines Lastenrad angedacht ist.
Weitere Räder, die sich in der Anschaffung befinden, werden aber mit Kindersitzen sowie mit Regenverdecken ausgestattet sein, wie ich erfuhr.
Macht aber nichts, wozu gibt es denn Spanngurte? Da ich das Auto sowieso das Wochenende über im Parkhaus Lenné-Passage abstellen wollte, habe ich einfach den Kindersitz im Lastenrad montiert.

Die ersten Fahrversuche vom Blok-O zurück zur Lenné-Passage machten Lust auf mehr, da die Beschleunigung doch enorm ist. Die Frankfurter/Slubicer müssen sich erst noch an die Präsenz der Räder in der Doppelstadt gewöhnen.
Und auch die Lastenradler müssen auf gemeinsam genutzten Bürgersteigen besonders umsichtig und vorausschauend sein, da sie ein über 50 Kilo wiegendes Gefährt zügig durch die Gegend bewegen. Gut, dass kräftige Scheibenbremsen das Rad schnell zum Stehen bringen. So fuhr ich dann am Freitag Nachmittag als Kita-Taxi meinen Sohn abholen. Nicht schlecht gestaunt habe ich auf dem Berg der Rosa-Luxemburg-Straße, den das Rad mit 25 km/h erklommen hat.

Man kann mehrere Stufen der Motorunterstützung einstellen von Eco bis Turbo, aber in unserem Frankfurter „Gebirge“ macht wirklich nur Turbo Sinn (und Spaß).
Fährt man schneller als 26km/h wird die Motorunterstützung abgeregelt. Man kommt bergabwärts in FFO aber auch mal locker auf 45km/h und mehr.
Konstruktionsbedingt hat Ben-O (Fabrikat „Cube Cargo“) einen größeren Wendekreis beim Linksabbiegen, als beim Rechtsabbiegen, woran man sich erstmal gewöhnen muss und vorausschauend fahren muss bei Linkskurven.

Ab nach Polen

Auf polnischer Seite ging es dann nach einem Zwischenstopp an der Eisbude in Richtung Kunowice weiter. Auch hier war die Motorunterstützung bei den Bergfahrten sehr willkommen und leistete bravourös ihren Dienst.

Am Abend des Freitags zog ich noch mehrere Runden durch meine Siedlung und auch andere Familienmitglieder haben sich daran probiert. Eine gewisse Standfestigkeit, Kraft und Balancefähigkeit muss man gerade anfangs für ein Lastenrad mitbringen. Aber innerhalb von 5-10 Minuten hat man den Dreh raus.

Besonders der Moment des Anfahrens will geübt sein, da es ca. 1 Sekunde dauert, bis die Motorunterstützung anzieht. Wichtige Erkenntnis: Die stufenlose Gangschaltung auf den niedrigsten Gang stellen vor dem Anfahren, also z.B. auch wenn man an Ampeln steht. Aber gerade im Turbomodus ist der Kick beim Anfahren jedes Mal eine Freude. Abends dann habe ich das gute Stück in der Garage verstaut. Nächster Programmpunkt war am Samstag früh der geplante Einkauf.

Einkaufen mit dem E-Lastenrad

Hierzu habe ich mir den Kaufland in der Josef-Gesing-Str. auserkoren, a) wegen der guten Parkmöglichkeit und b) weil es relativ weit weg war von zuhause.

Noch bevor ich das Fahrrad abschließen konnte, hatte ich bereits die erste Traube interessierte Bürger um mich herum. Viele davon haben aus der MOZ von den Rädern erfahren und freuten sich, so eines in echt zu sehen. Ausnahmslos alle waren überrascht von dem Fakt, dass man die Räder kostenlos ausleihen kann.

Nach 15 Minuten „Akquisegesprächen“ habe ich dann endlich das Rad mittels appgesteuertem Bluetooth-Schloss abschließen können. Eine dicke Abus-Kette sicherte das Rad zusätzlich an einem Lampenmast (Das Bluetooth-Schloss ist gleichzeitig auch Alarmanlage. Rüttelt man am verschlossenen Fahrrad, ertönen laute Warnsignale.)

Nachdem ich mit dem Einkauf fertig war und das Rad beladen hatte, kamen wieder etliche Interessierte auf mich zu. Ich fühle mich allmählich wie ein „Ambassador of Cargo Bikes“.

Was an Bord nicht fehlen durfte, war natürlich die für den Lastenradtest obligatorische Bierkiste, welche problemlos reinpasste. Gut beladen ging es dann auf den Heimweg und trotz der Last zeigte das Rad keine Schwäche und fuhr weiterhin die Berge mit 25km/h hoch. Einzig das Anfahren an Ampeln erforderte etwas mehr Kraft in den Armen beim Lenkerhalten.

Mit dem Sohn zur Schwimmhalle

Nach meiner Heimkehr entschied mein Kind, dass es gerne ins Schwimmbad möchte. Somit wieder den Sohnthron montiert und ab in die Rathenaustraße gefahren, also praktisch die gleiche Strecke wie zuvor zum Einkauf.

Auf dem Rückweg vom Schwimmbad nach Hause dann die erste brenzlige Situation. Ein anderer Radfahrer nahm mir die Vorfahrt, sodass eine Vollbremsung notwendig war. Nach dem kurzen Schreck ging es dann weiter und nach der Heimkehr

hatte ich somit schon über 40 gefahrene Kilometer auf dem Bordcomputer. Der Akku hatte noch 1/5 Restkapazität, weshalb ich ihn ans Ladegerät angeschlossen habe. (Im Turbomodus reicht der Akku für 50Kilometer, im Eco-Modus für ca. 80).

Nach ca. 4Stunden war der Akku wieder voll.  Da ich arbeitsmäßig und familiär eingespannt war, konnte ich erst wieder am Montag weiterfahren.

Also Montag früh den Kleinen nochmal zur Kita chauffiert.

Nun war es 8:00 Uhr früh und ich dachte mir, dass ich ja noch eine Stunde bis zur Abgabe habe. Da ich den Kindersitz wieder im Auto montieren musste, hatte ich gleich den nächsten Testfall für das Lastenrad. Somit bin ich an die Schranke des Lenné-Passagen-Parkhauses gefahren, habe brav ein Ticket gezogen und bin dann die steilen Rampen hochgeradelt. Selbst bei der Steigung hatte ich noch 14 km/h auf dem Tacho. Bei der Gelegenheit konnte ich auch die Beleuchtung des Fahhrads testen. Direkt neben meinem Auto war eine Parklücke, in die sich das Fahrrad wunderbar hineinkomponiert hat. Nach beendigter Kindersitzmontage stand die Uhr auf 8:15. Somit hatte ich noch 45 Minuten bis zur Abgabe. „Was nun?“ 

Nächster Halt: Lossow

Dachte ich mir. Das Wetter war herrlich, also entschied ich mich für die Königsdisziplin der Bergauffahrten in unserer Umgebung: die Lossower Berge.

Ich kann mich gut erinnern an die Male, wo ich hier mit einem Mountainbike hochgestrampelt bin und klatschnass oben ankam, obwohl es nicht geregnet hatte. Ergebnis mit dem Lastenrad: In nur 2 Minuten war ich oben… 2 MINUTEN!!! 😊

Lossow selbst erreichte ich um 8:30 Uhr.

Rückgabe

Um die Rundfahrt abzuschließen fuhr ich entlang der Bundesstraße und dann durch Güldendorf zurück. Punkt 9:00 Uhr war ich wieder am Blok-O. Etwas aus der Puste, aber glücklich. Denn auch trotz Motorunterstützung bleibt der sportliche Aspekt gewahrt, so man es denn will.

Herzlichen Dank an die Verantwortlichen für diese neue(n) Möglichkeit(en) in unserer Stadt!

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